„Das ist eine Katastrophe“

Wolfgang Kuhlmann Biomasse, Holzenergie Leave a Comment

Um 160.000 MWh Strom zu produzieren werden im Holzkraftwerk Eberswald jedes Jahr 160.000 t Holz verbrannt. „Das ist eine Katastrophe,“ sagt Prof. Pierre Ibisch von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) in einem Interview mit der Märkischen Oderzeitung – und erläutert, warum es auch Klimaschutzsicht keine gute Idee ist, Holz zu verbrennen.

„Der Nutzungsdruck auf die Wälder hat sich durch die energetische Nutzung von Holz erheblich erhöht.“

Das 2006 in Betrieb genommene Holzkraftwerk hatte bereits 2011 Konkurs angemeldet und wird seit 2015 von einem neuen Betreiber weitergeführt.

In die Schlagzeilen geraten war das einstige Hokawe auch nach der Insolvenzerklärung. So wurde bei einem Großbrand auf dem Gelände im November 2012 einer der Kühltürme zerstört. Ein Jahr später stellte die Europäische Kommission fest, dass das Hokawe in den fünf Jahren seines regulären Betriebs rechtswidrig staatliche Beihilfen kassiert hatte. Die Bundesrepublik sollte 2,4 Millionen Euro zurückfordern – die Differenz zwischen dem tatsächlich gezahlten und dem marktüblichen Holzpreis war durch eine Vereinbarung mit dem Land Brandenburg über die Lieferung von Holz aus Landeswald zustande gekommen. (MOZ, 23.2.2015)

(Foto: Reinholl Möller)

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