Kahlschlag für RWE in den USA

peter Biomasse, Pellets, RWE Leave a Comment

Umweltschützer kritisieren klimaschädliche Holzfeuerung von RWE

Die Plattform Wald Klima kritisiert, dass der Energieriese RWE auch in Zukunft Millionen Tonnen Holz für seine Stromerzeugung in Europa verbrennen möchte. RWEs Holzfeuerung ist schädlich fürs Klima, blockiert eine sinnvolle Energiewende und zerstört Naturräume.

Die Holzfeuerung von RWE findet vor allem in den Niederlanden statt. Mit Subventionen in Milliardenhöhe werden dort die Kohlekraftwerke Eemshaven und Amercentrale auf die Beifeuerung von Holz umgerüstet werden. Insgesamt will RWE dort in Zukunft über 1,5 Millionen Tonnen Holz pro Jahr verbrennen. RWE konnte damit seine als Klimakiller in die Kritik geratenen Kohlekraftwerke vor der vorzeitigen Schließung bewahren und versucht nun, ihnen einen grünen Anstrich zu verpassen.

Bei der Auseinandersetzung mit RWE um Braunkohle und den Hambacher Forst geht es um Klimaschutz. Dabei gerät aus dem Blickwinkel, dass für RWEs Brennstoffversorgung bereits jetzt große Waldflächen im Südosten der USA einschlagen werden. Laut Recherchen der Umweltorganisation Dogwood Alliance ist es wahrscheinlich, dass für die Holzversorgung von RWE auch ökologisch wertvolle Hartholz-Feuchtwälder zerstört werden.

“RWEs Holzfeuerung ist klimaschädlich und muss gestoppt werden”, sagt Wolfgang Kuhlmann von der Plattform. “Bei der Verbrennung von Holz werden große Mengen des Klimagases CO2 in die Luft geblasen, die erst nach Jahrzehnten wieder von der Natur aus der Atmosphäre gefiltert werden. Dafür haben wir beim Klimaschutz aber keine Zeit mehr.”

“Es ist auch nicht hinzunehmen, dass im Namen des Klimaschutzes artenreiche Naturwälder in Kiefern-Plantagen umgewandelt werden. Bei einem Recherche-Flug über die Einschlagsgebiete in den USA – Anfang September 2018 – konnten wir uns davon überzeugen, dass dies immer noch geschieht.”

Bei der Plattform-Wald-Klima.de engagieren sich Umwelt- und Entwicklungsorganisationen für eine nachhaltige Energiewende. Sie konfrontiert deutsche Energiekonzerne mit den ökologischen Folgen der industriellen Holzverbrennung und erörtert mögliche Lösungsstrategien. Hier werden gemeinsame Positionen entwickelt und Hintergrundinformationen allgemeinverständlich aufbereitet.

Fotos und Videomaterial des Holzeinschlags in den USA können zur Verfügung gestellt werden.

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